Was hat sich verändert? Was bedeutet das für mein Institut? Was müssen wir jetzt tun?
Aktuelle Veränderungen werden nach Relevanz, betroffenen Funktionen und konkretem Projektbedarf eingeordnet. Jede Meldung führt zu einer klaren nächsten Maßnahme.
Strategische Veränderungen im Wertpapiergeschäft und Post-Trade.
Providerwechsel, Insourcing und Plattformmigrationen – nach Betriebswirkung und Projektbedarf eingeordnet.
Global · traditionelle und digitale Verwahrung
Citi · Custody+
Angekündigt
Infrastruktur- und Plattformkonsolidierung
Citi hat den US-Rollout seiner Single-Event-Processing-Technologie abgeschlossen und verarbeitet nach eigenen Angaben mehr als 80 Prozent des Eventvolumens in Echtzeit. Seit 27. August belegt eine produktive tokenisierte Global-X-ETF-Anteilsklasse die Verbindung von klassischer Fondsverwahrung, Administration und Transfer Agency mit einer regulierten Tokenisierungsplattform.
Rollen im Zielbild
Citi stellt die Custody-Infrastruktur als modulare Plattform bereit; institutionelle Kunden können traditionelle Verwahrung, Echtzeit-Asset-Servicing, Liquiditäts- und künftig Digital-Asset-Funktionen in einem Rahmen nutzen.
Terminlage
Custody+ am 18.08.2026 vorgestellt · tokenisierte ETF-Anteilsklasse seit 27.08.2026 produktiv · Digital-Asset-Custody später 2026, exakter Termin offen
Aurora baut sein neues Fondsadministrationsangebot im Dubai International Financial Centre auf Avaloq auf. Der bestätigte Scope umfasst Fondsbuchhaltung, NAV-Berechnung und -Validierung, Echtzeit-Fondstransaktionen, Ertragsverarbeitung, regulatorisches Reporting und Fondsdaten; Cutover, Testfenster und konkrete Verwahranbindungen sind noch nicht veröffentlicht.
Rollen im Zielbild
Aurora FundAdmin bleibt der verantwortliche Fondsadministrator; Avaloq liefert das Kernsystem für Fondsbuchhaltung und -administration. Verwahr- und Marktdaten werden über Drittanbieter angebunden.
Terminlage
Plattformauswahl am 27.08.2026 bestätigt · Go-live-Termin noch nicht veröffentlicht
Fund AdministrationAsset ServicingSchnittstellen/ITReferenzdaten
Deutschland · Italien · Luxemburg
HVB/UniCredit · FNZ · BNP Paribas
Migration läuft
Insourcing und Betriebsmodell
Das Wertpapier-Backoffice wird länderübergreifend harmonisiert. Technologie, Custody und interne Betriebsverantwortung werden in einem hybriden Zielmodell neu geordnet.
Rollen im Zielbild
UniCredit internalisiert den operativen Betrieb; FNZ liefert die Post-Trade-Plattform, BNP Paribas übernimmt definierte Custody-Leistungen.
Terminlage
Cutover-Termin noch nicht veröffentlicht
CustodyPost-TradeSchnittstellen/ITBetriebsmodell
Deutschland
HSBC Deutschland → BNP Paribas
Angekündigt
Custody- und Providerwechsel
Die Veränderung betrifft lokale Verwahrung, Depotbank- und Clearing-Leistungen. Ein öffentlich bestätigter Einzeltermin für Kunden- oder Bestandsmigrationen liegt nicht vor.
Rollen im Zielbild
HSBC überträgt das deutsche Custody- und Verwahrstellengeschäft einschließlich Kunden, Assets und Mitarbeitenden an BNP Paribas.
Terminlage
Phasenweiser Übergang seit Anfang 2026 vorgesehen
CustodyClearingDepotführungProvidersteuerung
Schweiz · international
Credit Suisse → UBS-Infrastruktur
Migration läuft
M&A- und Integrationsmigration
Die Kundenmigration wurde am 18. März 2026 abgeschlossen. Die verbleibende Integrationsphase umfasst insbesondere die kontrollierte Außerbetriebnahme der Legacy-Infrastruktur.
Rollen im Zielbild
UBS hat die früheren Credit-Suisse-Kunden auf die UBS-Infrastruktur übertragen und führt nun die Abschaltung der Altsysteme fort.
Terminlage
Kundenmigration abgeschlossen · Legacy-Abbau bis Ende 2026
DatenDepotführungSchnittstellen/ITLegacy-Abbau
Deutschland · Banken und Sparkassen
dwpbank · MoveWP3
Migration läuft
Depot- und Wertpapierplattform
Die Plattformmodernisierung betrifft zahlreiche angeschlossene Institute. Kalenderfähig werden jeweils nur offiziell bestätigte Einzel-Cutovers und Testfenster.
Rollen im Zielbild
Die dwpbank überführt Fälligkeits-, Depotservice-, Depotübertrags- und Settlement-Prozesse schrittweise auf WP3.
Terminlage
Weitere Prozessmigrationen bis Ende 2026 geplant
SettlementDepotüberträgeSchnittstellen/ITServices
Schweiz · rund eine Million Kunden
Vier Schweizer Kantonalbanken → Avaloq Mobile Banking
Angekündigt
Kunden-, Handels- und Portfolioplattform
Die neue Plattform umfasst unter anderem Wertpapierhandel, Portfolioverwaltung, Benachrichtigungen und Zahlungsfunktionen. Für Marktteilnehmer sind insbesondere Kundenzugang, Orderwege, Schnittstellen und Betriebsbereitschaft relevant.
Rollen im Zielbild
BLKB, BKB einschließlich Bank Cler, SGKB und TKB führen Avaloqs neue Mobile-Banking-Funktionen schrittweise ein.
Terminlage
Phasenweise Einführung · keine Einzeltermine veröffentlicht
HandelPortfolioSchnittstellen/ITKundenzugang
Schweiz · digitale und traditionelle Assets
SIX Digital Exchange → SIX SIS
Migration läuft
CSD-Konsolidierung und Digital Assets
Die Konsolidierung verbindet Digital-Asset- und klassische Post-Trade-Fähigkeiten. Zu prüfen sind Konten, Zugangsmodelle, Asset Servicing, Daten, Verträge und operative Verantwortlichkeiten.
Rollen im Zielbild
SIX bündelt den digitalen CSD und die traditionelle Zentralverwahrung in SIX SIS als einheitlicher rechtlicher und operativer Struktur.
Terminlage
FINMA-Genehmigung am 05.05.2026 · kein Cutover veröffentlicht
CSDDigital AssetsCustodyAsset Servicing
Eine Veränderung aus dem Migrationsradar oder dem Infrastruktur-Radar wird erst dann in den operativen Marktkalender übernommen, wenn ein konkretes Datum, ein belastbares Zeitfenster oder eine operative Einschränkung offiziell bestätigt wurde.
Infrastruktur-Radar
Aktuelle Infrastruktur-Signale
Marktweite technische, operative und regulatorische Veränderungen – nach Betroffenheit und konkretem Handlungsbedarf eingeordnet.
7 Signale
7 Signale
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Deutschland · Xetra/Eurex · T7 Release 15.0Stand 04.09.2026
T7 Release 15.0 startet am 31. August in die Teilnehmersimulation.
Deutsche Börse und Eurex haben den Simulationsstart am 31. August 2026 und den Produktionsstart am 9. November bestätigt. Zum Produktionsstart endet zusätzlich die Rückwärtskompatibilität für die alten ETI-Single- und Multi-Leg-Order-Requests. Nicht migrierte Teilnehmer können dann im T7-System keine Orders mehr eingeben, ändern oder löschen. Die Java-basierte T7 Admin GUI wird ebenfalls abgeschaltet; Nutzer müssen auf T7 Web Admin wechseln.
Aktualisiert
Letzte inhaltliche ÄnderungDeutsche Börse und Eurex haben bestätigt, dass die Rückwärtskompatibilität für alte ETI-Order-Requests am 9. November 2026 endet; nicht migrierte Teilnehmer verlieren die Order-Eingabe-, Änderungs- und Löschfunktion.
nuam: Die Börsen von Chile, Kolumbien und Peru nutzen bereits eine gemeinsame Handelstechnologie. Abwicklung und Verwahrung bleiben jedoch vorerst national organisiert.
Seit dem Start in Chile nutzen die drei Aktienmärkte eine gemeinsame Handelsplattform. Hinter den Kulissen bleiben Wertpapierabwicklung, Verwahrung und nationale Marktregeln jedoch getrennt. Deshalb ist nuam operativ noch kein vollständig einheitlicher Markt. Die Umstellung auf T+1 ist für das zweite Halbjahr 2027 vorgesehen.
Aktualisiert
Letzte inhaltliche ÄnderungDie ab 18. August 2026 verpflichtende Selbststeuerung der Liquiditätsrückführung in DCV Evolución wurde als konkrete operative Frist ergänzt.
Clearstream UNO: Das Auslaufen der 6er-Konten verändert Konten, Cash und Settlement.
Unified for New Opportunities erweitert die T2S-Fähigkeit zusätzlicher Märkte. Für Wave 3 am 11. September 2026 hat Clearstream am 10. September die finalen ISIN-Listen für Tschechien, Hongkong, Mexiko, Neuseeland, Polen und Schweden sowie die finale Liste entfernter ISINs veröffentlicht. Der Point of No Return der Stammdatenmigration war für den Vorabend terminiert; der erste Produktionstag und der Abschluss der Aktivierungsarbeiten sind für den 11. September vorgesehen. Eurex verlagert zugleich TLI, NDE, ABB und NOK sowie alle Physical-SEK-Produkte von CBF-i zur CEU-/T2S-Abwicklung bei CBF. Wave 4 ist für 4. Dezember 2026 angekündigt; Finalmigration und Schließung der 6er-Konten folgen 2027.
Aktualisiert
Letzte inhaltliche ÄnderungClearstream hat die finalen Wave-3-ISIN-Listen veröffentlicht und den Cutover mit Stammdaten-, OneCAS-, T2S-Link- und Abschlussmeilensteinen konkretisiert.
Euronext verlagert die Abwicklung ausgewählter Aktien- und ETP-Geschäfte nach Mailand.
Euronext bestätigt den Go-live am 21. September 2026 für Aktiengeschäfte aus Amsterdam, Brüssel und Paris sowie für euro-denominierte ETP-Geschäfte aus Amsterdam und Paris. Geschäfte ab diesem Handelstag haben am 23. September ihren ersten vorgesehenen Settlement-Tag bei Euronext Securities Milan. Andere Märkte und Assetklassen wie Anleihen, Zertifikate und Optionsscheine bleiben unverändert.
Aktualisiert
Letzte inhaltliche ÄnderungEuronext bestätigt den Go-live am 21. September, grenzt Märkte und Instrumente präzise ab und nennt den 23. September 2026 als ersten vorgesehenen Settlement-Tag.
Der erste wichtige T+1-Termin liegt nicht erst 2027.
Für Allocations und Confirmations beginnt die operative Umsetzung bereits im Dezember 2026. Standardisierung, Timing und elektronische Kommunikation rücken damit unmittelbar in den Projektfokus.
Aktualisiert
Letzte inhaltliche ÄnderungDer 7. Dezember 2026 wurde als erste operative Umsetzungsfrist konkretisiert und um Checklist, Implementation Handbook und gemeinsamen Testplan ergänzt.
Die kritische Größe ist nicht nur die eigene Umsetzung. Entscheidend ist, ob die gesamte Kette aus Brokern, Custodians, CSDs, CCPs und Technologiepartnern rechtzeitig testfähig ist.
Aktualisiert
Letzte inhaltliche ÄnderungT2S-0875-SYS wurde für den Fast-Track autorisiert: GATE-, GATC- und GATB-Reason-Codes sollen künftig T+1-Gating in sese.024 und semt.018 eindeutig ausweisen; Release-Zuordnung und ISO-Freigabe bleiben zu beobachten.
SSIs werden vom Stammdatenthema zum Go-live-Risiko.
Unter verkürzten Abwicklungszeiten sinkt der Korrekturspielraum. PSET, PSAF, Transaktionstyp, Handelsplatz und Standing Settlement Instructions müssen früh, vollständig und konsistent verfügbar sein.
Aktualisiert
Letzte inhaltliche ÄnderungBIC und PSET wurden als technische Pflichtfelder geschärft; SAFE-/PSAF-Felder sind nun nach Geschäftsmodell festzulegen.